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Optimieren. Automatisieren. Mehrwert generieren.

05.07.2022

Individualisierte und personalisierte Druckprodukte sind heute selbstverständlich und in vielen Bereichen nicht mehr wegzudenken. Die Produktion ist meist hochmodern. Neueste Digitaldrucktechnik wird unterstützt durch moderne Falz-, Heft- und Zusammentragsysteme.

Doch dann ist normalerweise Schluss. Nicht selten wird ein mechanischer Kicker genutzt, um dem Maschinenbediener die Stapeltrennung zu signalisieren. Oder es werden Zettelchen verwendet, um die Trennung der Aufträge im Anleger zu markieren. Der Bediener steht dann dort, wartet und unterbricht die Bogenzufuhr händisch, wenn das Zettelchen erscheint.

Für solche und viele weitere Anwendungen und Problemstellungen bietet palamides die Dynamic Separation Platform, kurz DSP, an. Diese ist ein Werkzeugkasten, mit dem alle palamides Auslagen der neuen Generation pro zur Verarbeitung variabel gedruckter Daten ertüchtigt werden und somit Industrie 4.0 fähig sind. Je nach Anforderung wird auf unterschiedliche Auslagen, mechanische und elektronischen Module, sowie Softwarepakete zugegriffen.

Was genau kann der Anwender von der DSP also erwarten?

  1. DSP in Verbindung mit einer palamides Auslage stapelt und separiert variabel gedruckte Produkte präzise.
  2. DSP prüft und vervollständigt, schleust fehlerhafte oder unvollständige Stapel aus, kennzeichnet und labelt.
  3. DSP übermittelt alle gelesenen Informationen und die erzielten Rechenergebnisse an die Kunden-IT.
  4. Standardisierte DSP-Komponenten in Verbindung mit allen aktuellen palamides Auslagen eröffnen enorme Möglichkeiten.

Merkmale personalisierter Druckaufträge – auf welche Probleme hat DSP die Antwort?

Einem variabel gedruckten Produkt können individuelle Informationen, üblicherweise in Form eines Barcodes, zugeordnet werden. Diese werden u.a. zur Separierung (z.B. Postleitzonen, Sprachgruppen etc.), für die interne Logistik oder Steuerung (Lagerplatz, Nachdruckauftrag etc.) oder auch für die Qualitätssicherung (Vollständigkeitskontrolle, Vervollständigung etc.) benötigt. Häufig ist der Barcode auf dem Endprodukt allerdings nicht mehr lesbar. Entweder, weil der Endkunde keinen Barcode wünscht, oder der Barcode aus Designgründen im Innenteil des Produktes verschwindet. Betreffende Produkte sicher zu verfolgen, gestaltet sich dementsprechend häufig als schwierig. Die Verfolgung jener Produkte kann dann zum Problem werden.

Eine besondere Anforderung ergibt sich außerdem durch eine potentiell hohe Produktionsgeschwindigkeit, wie sie bei Falzprozessen in Verbindung mit Rollenabwicklern und Querschneidern zu finden ist. Die Verarbeitung variabel gedruckter Produkte „lebt“ von der präzisen Trennung der Chargen, Sprachgruppen etc. Hohe Geschwindigkeiten erfordern i.d.R. die Schuppung der Produkte, was deren Verfolgung erschwert.

Letztendlich hat auch der Endkunde häufig genaue Erwartungen, was mit „seinen“ Daten passieren soll. Darunter fällt bspw. die Anforderung einer garantierten Vollständigkeit, die Bereitstellung einer Auslieferungsdokumentation, der sofortige Nachdruck oder das Zusammenführen verschiedener individueller Produktionen.

Sind die Produkte, Chargen oder Sprachgruppen erst einmal voneinander getrennt, stehen dem Verarbeiter viele Wege offen, um eigene Abläufe zu verbessern und/oder Anforderungen des Endkunden zu erfüllen, bzw. für diesen Mehrwert zu generieren. Durch die das MIS-System oder die Produktionssteuerung ergeben sich multiple Möglichkeiten.

Bewährte Komponenten und trotzdem individuelle Lösungen?

Die Erfahrung zeigt, dass gerade bei der Verarbeitung personalisierter Produktionen, die Anforderungen sehr unterschiedlich sind. Um einerseits den individuellen Anforderungen der Anwender gerecht zu werden, andererseits aber möglichst berechenbare Standards zu verwenden, wird das jeweilige Projekt von erfahrenen Teams zusammen mit dem Kunden analysiert. Die dabei skizzierte Lösung greift auf Standardkomponenten aus dem DSP-Werkzeugkasten zu, entwickelt im Bedarfsfall aber auch individualisierte Lösungen.

Die DSP schafft es, das schwarze Loch, welches hinter vielen Produktionsmaschinen entsteht, effizient zu beseitigen. Durch die maximale Nutzung vorhandener Informationen, die Automatisierung bisher manueller Prozesse und die permanente Qualitätssicherung, können Produktionsprozesse sowohl aktiv als auch passiv optimiert werden.

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